Arthur Rimbaud (1854-1891)
Ein grünes Fleckchen Erde ist’s, dort trällert schön der Bach,
hängt Silberfetzen irr und dicht
Den Gräsern um, der Sonne Glanz aus Felsenhöhn herdringt.
Ein Tal ist’s, klein und schäumt im Licht.
Ein Soldat, ganz jung, mit offnem Mund und nicht bedeckt
Das Haupt, den Nacken badend kühl im Kresseblau,
Schläft da, im Gras, vorm Himmel ausgestreckt,
Blass, im grünen Bett, im Lichtertau.
Schläft, seinen Fuß im Lilienfeld. Er lächelt leise
Im Traum nach eines kleinen Kindes Weise,
Ihn friert! O wieg ihn wärmend ein, Natur!
Vom Dufthauch zittert nicht der Nase Rand,
Er schläft im Sonnenschein, auf seiner Brust die Hand,
Ganz still.Hat rechts von zwei Flecken rot die dunkle Spur.